{"id":1127,"date":"2011-07-25T11:34:42","date_gmt":"2011-07-25T10:34:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.woidwuzzler.at\/?p=1127"},"modified":"2011-07-26T21:44:16","modified_gmt":"2011-07-26T20:44:16","slug":"hohe-veitsch-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.woidwuzzler.at\/?p=1127","title":{"rendered":"Hohe Veitsch II"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Hohe Veitsch rief ein zweites Mal \u2013 und die Woidwuzzler kamen ein zweites Mal.<\/strong><\/p>\n<p>Als Belohnung f\u00fcr das sportliche Abschneiden der Woidwuzzler beim Veitscher Kleinfeldturnier, beorderte unser Pr\u00e4sident seine Gefolgsleute zu einem Ferienlager auf die Hohe Veitsch (1982m), dessen Ruf auch tats\u00e4chlich drei wetterfeste Mitglieder (Knalli, Tom und George) folgten. Und damit fand der Tag unmittelbar nach Spielabpfiff und einigen Bieren seine Fortsetzung und eigentlichen H\u00f6hepunkt, n\u00e4mlich dem Anstieg vom Alpengasthof Scheikl \u00fcber die sagenumwobenen, ber\u00fchmten, ber\u00fcchtigten 13 Serpentinen der Schaller (auch das steirische L`Alpe d`Huez genannt) zum Graf Meran Schutzhaus. Keine Angst liebe Bergsteiger und Naturliebhaber, der Streckenrekord war auch heuer nie in Gefahr. Der steile Aufstieg fand wieder unter schwierigsten klimatischen Verh\u00e4ltnissen statt (K\u00e4lte, Regen und Wind), doch Bergfex Charly (zerschnitt noch extra sein Winterreifenaufbewahrungssackerl, um es Tom als Regenschutz zur Verf\u00fcgung zu stellen) und seine Mitstreiter bissen sich bis zum Schutzhaus durch. Im Unterschied zum Vorjahr, blieb der Aufstieg dieses Mal eher ereignisarm und die H\u00f6hepunkte fanden erst im Laufe des Abends sowie am darauffolgenden Tage statt. Nachdem wir, bis auf die Knochen durchn\u00e4sst und vom Wind durchgebeutelt, unser Ziel so gegen 21.30 Uhr erreichten, mussten wir feststellen die einzigen G\u00e4ste zu sein, und so hielt sich die Freude der beiden guten Geister des Hauses, Schurl und Michi, doch in Grenzen, hatten sie sich bereits mit einem ungest\u00f6rten Abend zu zweit angefreundet. Doch die vier Woidwuzzler zeigten kein Erbarmen und bestellten sofort mal einige gro\u00dfe Getr\u00e4nke mit ein wenig roten Wein zum W\u00e4rmen. Nur unser Pr\u00e4sident schw\u00e4chelte anfangs ein wenig und bestellte zuerst noch ein Cola dazu \u2013 jedoch merzten wir diesen Fehler sofort aus. \u00a0Und sogar der H\u00fcttenwirt fragte am n\u00e4chsten Tag noch beim Zahlen: \u201eCharly, wem hast du eigentlich das Cola geschenkt?\u201c \u2013 er ist ein gro\u00dfer Mann, und sogar eine etwaige Aufnahme der beiden als Ehrenmitglieder wurde diskutiert (allerdings erst zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt \u2013 Antrag folgt). Der nassen Kleidung entledigt, den ersten Durst gel\u00f6scht, wurden wir dann doch noch durch das H\u00fcttenpaar Schurl (bekennender Sturm Graz Fan \u2013 Gott habe ihn selig) und Michi freundlich willkommen gehei\u00dfen und verharrten bei Speis, Trank und ohne Kartenspiel bis weit nach Mitternacht. So sparte die Mehrheit etwas Geld beim Spiel, ist doch wohl bekannt das Charly und Ferdinand Piatnik irgendwie miteinander zu tun hatten, zumindest fr\u00fcher einmal. So konnte das Ersparte wesentlich intensiver in Getr\u00e4nke und diverse kulinarische K\u00f6stlichkeiten investiert werden, und keiner von uns lie\u00df sich lumpen. Es wurde kurz \u00fcber das Abendessen diskutiert und schlussendlich raffte sich der Schurl dann doch auf und zauberte uns eine warme Platte auf den Tisch, die wir unser Leben lang nicht vergessen werden. Um den Eisal jetzt nicht allzu sehr in Verlegenheit zu bringen, belasse ich es dabei, und z\u00e4hle nicht auf das unter anderem einige Bratal, W\u00fcrstal, Kn\u00f6dal, Kartoffal in einer herrlichen Sauce usw. drauf waren. Wir waren so sprachlos und so gl\u00fccklich, das wir verga\u00dfen nach etwas Geb\u00e4ck zu fragen \u2013 jedoch ging es auch dem Schurl so, er verga\u00df n\u00e4mlich die Baguettes aus dem Ofen zu nehmen und merkte dies erst als es bereits zu sp\u00e4t war, n\u00e4mlich am n\u00e4chsten Morgen, schade darum. Und so kam es, wie es kommen musste, wir verbrachten gem\u00fctliche Stunden neben der Ofenbank in einer so entspannten Atmosph\u00e4re, die seinesgleichen suchen muss. Es wurde \u00fcber Gott und die Welt philosophiert, dabei getrunken und gelacht, und die Zeit verrann wie im Fluge, und wie immer viel zu schnell. Und so kam es, wie es kommen musste, der Wein tat sein \u00fcbriges dazu, alle (vor allem unser Pr\u00e4sident) wurden mutiger und tatendrangiger. Erz\u00e4hlte Schurl noch das schon Hand- und Kopfst\u00e4nde vorgef\u00fchrt wurden, an der Stange getanzt wurde, meinte unser Pr\u00e4sident er sei im xxx-ten Fr\u00fchling und bot ebenfalls eine artistische, zirkusreife \u00dcbung an. Er verma\u00df die ihm zur Verf\u00fcgung stehende Fl\u00e4che, sammelte seine ganzen k\u00f6rperlichen und geistigen Kr\u00e4fte und setzte an. Und dann geschah es, er vollzog ihn, den Purzelbaum &#8211; und die P\u00e4sidenten-Rolle war geboren. B\u00f6se Zungen behaupten sie h\u00e4tten den einen oder anderen Knochen geh\u00f6rt und es soll sogar sensationelle, einzigartige Videoaufnahmen davon geben. Trotz extremer Gem\u00fctlichkeit auf der Ofenbank bezogen wir schlussendlich doch unsere Zimmer und schliefen den Schlaf der Gerechten. Die doch in etwas \u00dcberfluss konsumierten Getr\u00e4nke und Speisen machten es jedoch notwendig, dass die ganze Nacht hindurch reichlich Betrieb in der H\u00fctte war, vor allem auf dem Weg zur Toilette ereigneten sich Sensationen . Unbest\u00e4tigten Meldungen zufolge fielen manche die letzten beiden Stufen runter, andere wiederum schienen den Kater mit einer Katze verwechselt zu haben &#8211; wie gesagt alles nicht best\u00e4tigt.<\/p>\n<p>Ausgeruht und erholt traf sich die Mannschaft am n\u00e4chsten Morgen wieder geschlossen zum Fr\u00fchst\u00fcck und st\u00e4rkte sich mit frischem Kaffee und selbstgemachten Marillenmarmeladebroten f\u00fcr den nicht minder gef\u00e4hrlichen Abstieg. Die Windgeschwindigkeiten lie\u00dfen auch an diesem Tage nicht locker, und vereinzelt zeigten sich sogar einige Schneeflocken. So entschieden wir uns nach einer kurzen Beratung f\u00fcr ein Fluchtachterl, und mit vereinten Kr\u00e4ften und abermaliger profim\u00e4\u00dfiger Anleitung unseres Bergf\u00fchrers Charly und des H\u00fcttenwirtes Schurl, meisterten wir auch diese Herausforderung. Es blieb nicht bei einem, und so schaffte es Schurl auch diverse Altlasten (Rotwein in Dopplerform, Obstler in Spr\u00fchform) loszuwerden und an die Woidwuzzler zu bringen. So verz\u00f6gerte sich der Abstieg um ein Paarhundertminuten. Nachdem auch der letzte Tropfen getrunken war, begann der Weg ins Tal dann endg\u00fcltig so gegen 15 Uhr und wurde von allen meisterlich bewerkstelligt. Wiederum war es notwendig, etwas Obst zu sich zu nehmen, und da der Teufel bekanntlich auch bei Schlechtwetter nicht schl\u00e4ft, gab es die eine oder andere Abk\u00fcrzung in aerodynamischer, bodennaher, liegender Haltung. Es kam jedoch jeder ohne gesundheitliche Defizite ans Ziel und leider vergeht in luftiger H\u00f6he die Zeit bekanntlich auch nicht gerade langsamer und\u00a0 so ging auch dieser einzigartige und grandiose Ausflug sch\u00f6n langsam seinem Ende zu. Gl\u00fccklich, und zu Recht auch ein wenig Stolz auf die erbrachte Leistung, erreichten wir unseren Startpunkt (wider allen Erwartungen in derselben Mannschaftsst\u00e4rke), wo sich unsere Wege endg\u00fcltig trennten.<\/p>\n<p>Ich denke ich spreche im Namen aller, wenn ich mich bei folgenden Personen noch einmal ganz, ganz herzlich bedanken m\u00f6chte:<\/p>\n<ul>\n<li>Bergf\u00fchrer,      Bergfex und Pr\u00e4sidentenroller Charly<\/li>\n<li>Graf Meran      Schutzhaus (Danke Michi, danke Schurl. Und irgendwann streichen wir die      Bude schwarz-weiss)<\/li>\n<li>Ferdinand      Piatnik und S\u00f6hne (f\u00fcr die Abwesenheit)<\/li>\n<li>Wettergott      (es h\u00e4tte schlimmer kommen k\u00f6nnen als letztes Jahr, und es kam schlimmer)<\/li>\n<li>Allen      teilnehmenden Woidwuzzlern (Charly, Knalli, Tom und George)<\/li>\n<\/ul>\n<p>In diesem Sinne bleibt mir nur noch ein gewaltiges \u201eBerg Frei\u201c und ein dreifaches Wuzzler, Wuzzler, Wuzzler auszusprechen.<\/p>\n<p>Fotos:<a href=\"https:\/\/www.woidwuzzler.at\/?page_id=1141\" target=\"_self\"> https:\/\/www.woidwuzzler.at\/?page_id=1141<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Hohe Veitsch rief ein zweites Mal \u2013 und die Woidwuzzler kamen ein zweites Mal. 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