{"id":715,"date":"2010-07-27T18:58:50","date_gmt":"2010-07-27T17:58:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.woidwuzzler.at\/?p=715"},"modified":"2010-07-27T18:58:50","modified_gmt":"2010-07-27T17:58:50","slug":"hohe-veitsch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.woidwuzzler.at\/?p=715","title":{"rendered":"Hohe Veitsch"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Hohe Veitsch rief \u2013 und die Woidwuzzler kamen!<\/strong><\/p>\n<p>Als Strafe f\u00fcr das sportlich doch eher m\u00e4\u00dfige Abschneiden der Woidwuzzler beim Veitscher Kleinfeldturnier, beorderte unser Pr\u00e4sident seine Gefolgsleute zu einem Straflager auf der hohen Veitsch (1982m), dessen Ruf auch tats\u00e4chlich f\u00fcnf verwegene Mitglieder (Gertsch, Eisal, Hr. Professor, Tom und George) folgten. Und damit fand der Tag unmittelbar nach Spielabpfiff seinen eigentlichen H\u00f6hepunkt, n\u00e4mlich den Anstieg vom Alpengasthof Scheikl \u00fcber die sagenumwobene, ber\u00fchmt, ber\u00fcchtigten 13 Serpentinen der Schaller zum Graf Meran Schutzhaus. Der steile Aufstieg fand unter widrigsten klimatischen Verh\u00e4ltnissen statt (Eisregen, extreme K\u00e4lte und Windb\u00f6en bis zu 180 km\/h), doch Bergfex Charly und seine \u201eStarting Five\u201c bissen bis zum Schutzhaus auf fast 2000m H\u00f6he durch.<\/p>\n<p>Da hier an dieser Stelle nicht genug Zeit und Platz f\u00fcr all die unfassbaren Ereignisse bleibt, m\u00f6chten wir nur auf einige, der an H\u00f6hepunkten nicht armen Tour, eingehen. So erschien uns bereits beim Aufstieg der bereits 1859 verstorben geglaubte Erzherzog Johann von \u00d6sterreich, und erwies sich, entgegen allen anders lauteten Geschichten durchaus nicht als Liebhaber des Bergsteigens. So nervte er unseren Bergf\u00fchrer mit andauernden Fragen wann wir denn endlich da w\u00e4ren und wie weit es noch sei, bis hin zu k\u00f6rperlichen Aufl\u00f6sungserscheinungen (\u201eIch bin auf 200 Puls\u201c). Doch mit Hilfe einer geschlossenen Teamleistung, der Motivationskunst vom Charly (\u201ewir befinden uns immer noch im ersten Drittel des Steigs\u201c), einer zwischenzeitlichen St\u00e4rkung mit etwas Obst (Marillenschnaps) und Schokolade (Insidertipp unter Bergsteigern: Bounty) erreichten wir schlussendlich doch, wenn auch bis auf die Knochen durchn\u00e4sst und vom Wind durchgebeutelt unser Ziel, das Graf Meran Schutzhaus, wo eine \u00dcbernachtung geplant war.<\/p>\n<p>Oben angekommen, der nassen Kleidung entledigt (Charly: \u201esaugeiler Tanga\u201c) wurde zuerst mal gut gespeist (Geheimtipp: Kaspresskn\u00f6delsuppe)\u00a0 und der erste Durst gel\u00f6scht. Die Aufnahme durch das H\u00fcttenpaar Schurl (bekennender Sturm Graz Fan \u2013 Gott habe ihn selig) und Denise war \u00e4u\u00dferst freundlich und so verharrten wir bei Speis, Trank und Kartenspiel bis weit nach Mitternacht. Die n\u00e4chste Erscheinung sowie Erkenntnis an diesem Abend, n\u00e4mlich das Ferdinand Piatnik noch zwei weitere S\u00f6hne (Charly, Eisal) hat, kostete einigen von uns (Hr. Professor, George, Gertsch, Tom) Nerven und zus\u00e4tzlich auch noch einige Euronen.<\/p>\n<p>Trotz extremer Gem\u00fctlichkeit auf der Ofenbank bezogen wir schlussendlich doch unsere Zimmer und schliefen, trotz extremer Wind- und sonstiger B\u00f6en von allen Seiten, den Schlaf der Gerechten. Die doch in etwas \u00dcberfluss konsumierten Getr\u00e4nke und Speisen machten es jedoch notwendig, dass die ganze Nacht hindurch reichlich Betrieb in der H\u00fctte war (sowohl in den Zimmern als auch auf dem Weg zur Toilette).<\/p>\n<p>Ausgeruht und erholt traf sich die Mannschaft am n\u00e4chsten Morgen wieder geschlossen zum Fr\u00fchst\u00fcck und st\u00e4rkte sich mit frischem Kaffee und selbstgemachten Marillenmarmeladebroten f\u00fcr den nicht minder gef\u00e4hrlichen Abstieg. Die Windgeschwindigkeiten lie\u00dfen auch an diesem Tage nicht locker und verbliesen so manchen Bergfuchs auf dem ungesch\u00fctzten Plateau. So entschieden wir uns nach einer kurzen Beratung f\u00fcr den ungef\u00e4hrlichsten Abstieg, und mit vereinten Kr\u00e4ften und abermaliger profim\u00e4\u00dfiger Anleitung unseres Bergf\u00fchrers Charly meisterten wir auch diese Herausforderung. Wir nutzten alle naturgegebenen M\u00f6glichkeiten und scheuten weder Angst noch M\u00fche und Zeit (Charly: \u201ein 4 Minuten sam ma da\u201c) um den Panoramaweg vollst\u00e4ndig auszukosten, und unser Hr. Professor erkundigte sich bei Naturkenner Charly sogar nach den verschiedensten Gew\u00e4chsen (Charly: Schau Chri, a Enzian. Chri antwortet: was w\u00fc der Typ eigentlich von mir, wann sam ma endlich unten). B\u00f6se Zungen behaupten sogar, unseren Hr. Professor seitdem regelm\u00e4\u00dfig im Alpengarten des Schlosses Belvedere gesehen zu haben. Auch beim Abstieg war es notwendig wiederum etwas Obst zu sich zu nehmen, und da der Teufel bekanntlich nicht schl\u00e4ft, wurden selbst unter diesen widrigsten Umst\u00e4nden die Wuzzler von Wanderern erkannt (\u201eum Gottes Willen, die Wuzzler\u201c) und sogar in tiefsinnige Gespr\u00e4che verwickelt.<\/p>\n<p>Leider vergeht in luftiger H\u00f6he die Zeit bekanntlich auch nicht gerade langsamer und\u00a0 so ging auch dieser einzigartige und grandiose Ausflug sch\u00f6n langsam seinem Ende zu. Gl\u00fccklich, und zu Recht auch ein wenig Stolz auf die erbrachte Leistung, erreichten wir unseren Startpunkt (wider allen Erwartungen in derselben Mannschaftsst\u00e4rke), wo sich nach nochmaliger St\u00e4rkung im Alpengasthof Pflanzl unsere Wege endg\u00fcltig trennten.<\/p>\n<p>Ich denke ich spreche im Namen aller, wenn ich mich bei folgenden Personen noch einmal ganz, ganz herzlich bedanken m\u00f6chte:<\/p>\n<ul>\n<li>Bergf\u00fchrer, Bergfex und Berghexerl Charly<\/li>\n<li>Alpengasthof Scheikl (ohne die zwei Bier vorher h\u00e4tten wir es nie geschafft)<\/li>\n<li>Alpengasthof Pflanzl (ohne die zwei Bier nachher h\u00e4tten wir es nie geschafft &#8211; Scherz)<\/li>\n<li>Graf Meran Schutzhaus (Schurl und Denise, wir lieben euch. Sam ma schwoaz, sam ma wei\u00df)<\/li>\n<li>Erherzog Johann von \u00d6sterreich<\/li>\n<li>Ferdinand Piatnik und S\u00f6hne<\/li>\n<li>Wettergott<\/li>\n<li>Allen teilnehmenden Woidwuzzlern (Charly, Gertsch, Eisal, Hr.Professor, Tom und George)<\/li>\n<\/ul>\n<p>In diesem Sinne bleibt mir nur noch ein gewaltiges \u201eBerg Frei\u201c und ein dreifaches Wuzzler, Wuzzler, Wuzzler auszusprechen.<\/p>\n<p><strong>&#8220; DAS WORT DES PR\u00c4SIDENTEN&#8220; :<\/strong><\/p>\n<p>K\u00e4lte und Regen lie\u00dfen am sp\u00e4ten Nachmittag nichts Gutes erahnen. Nach einer kurzen St\u00e4rkung auf der Brunnalm im Alpengasthof \u00a0Scheikl packten wir Wuzzler unsere Rucks\u00e4cke und legten den Regenschutz \u00fcber unsere Schultern und begaben uns zum Aufstieg (1200 bis 1836 m SH).<br \/>\nNach ca. 50 Minuten schw\u00e4chelte einer von uns (Hans-Peter Name von der Redaktion ge\u00e4ndert), als Bergf\u00fchrer jedoch hatte ich einen Flachmann (nur zum W\u00e4rmen) und ein Bounty (zum St\u00e4rken) in meinem Rucksack, denn ich den Schw\u00e4chelnden und den anderen anbot, der sagte aber lautstark zu mir: &#8222;Ich brauche nichts zum W\u00e4rmen, ich bin auf Zweihundert, mir ist warm&#8220;. Ich hab Mario gebeten aus dem kleinen Fach im Rucksack den Flachmann und das Bounty herauszunehmen, der Mario machte mich aber voll verlegen weil er meinte in meinem Rucksack gebe es kein kleines Fach &#8222;alle lachten&#8220;. Aber Hans-Peter trank doch und a\u00df das Bounty und es ging wieder bergauf! \u00a0Als wir dann nach einer Stunde und 5Minuten das Plateau erreichten wurden wir echt &#8222;sehr st\u00fcrmisch&#8220; empfangen. Windgeschwindigkeiten von 124 &#8211; 177 km\/h waren kein &#8222;BEMMERL&#8220;. Die letzten 300 Meter bis zum Graf Meranhaus legten wir im Stile des Schifliegers Andi Goldberger bei seinen 220 Metern Weltrekordflug zur\u00fcck. Volle Vorlage, die Nasenspitzen im Gras des Hochplateaus der Hohen Veitsch, doch wir kamen vorw\u00e4rts, das war echt geil, aber auch ein bisschen gef\u00e4hrlich. Nach 85 Minuten erreichten wir das f\u00fcr uns herrlich vorgew\u00e4rmte Schutzhaus. Halb erfroren und voll durch gen\u00e4sst zogen GEORG, TOM, MARIO, PECK, CHRI und CHARLIE trockene Kleider an. Leider hatte da keiner einen Blick auf die leuchtenden Augen unserer H\u00fcttenwirtin Denise, danach bedienten uns der H\u00fcttenwirt &#8222;Schurl&#8220; und seine Denise echt f\u00fcrstlich. Von dieser Stelle aus nochmals ein Herzliches Dankesch\u00f6n, danach erinnerten wir uns wieder an alte Zeiten beim UFC und fingen an zum Knaxen und wie damals immer coole Spr\u00fcche; much money usw &#8230; Die Spielchen wurden wie damals oft vom Charlie, den seine Gegner an ihre Mimiken erahnen liesen, \u00a0was f\u00fcr Blatt sie auf der Hand hatten, dominiert. Das war f\u00fcr Einen lustig &#8230;..aber f\u00fcr die Anderen &#8230;. In einem der Finalspiele lachte Peck als er mir seine &#8222;DREI NEUNER&#8220; zeigte, ich konterte aber mit einem &#8222;KNAXER&#8220;! Auch Eisal konnte sich in die Siegerliste eintragen. Um halb Zwei gingen wir in unsere Zimmer, wir kippten noch das Fenster um den st\u00fcrmischen Wind zu h\u00f6ren, zogen uns die Decke \u00fcber die Ohren und &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;..<\/p>\n<p>Fotos:<a href=\"https:\/\/www.woidwuzzler.at\/?page_id=741\"> https:\/\/www.woidwuzzler.at\/?page_id=741<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Hohe Veitsch rief \u2013 und die Woidwuzzler kamen! 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